Die ersten eineinhalb Wochen unserer Tour zeigten sich wettertechnisch von ihrer besten Seite: spätsommerlich warm, mit angenehmen Temperaturen und viel Licht. Doch inzwischen hat der Herbst das Ruder übernommen. Es wird deutlich früher dunkel, die Abende sind kühl und feucht – morgens und abends greifen wir lieber zum langärmeligen Shirt.

Unser ursprünglicher Plan, dem Sommer hinterherzureisen, klingt aktuell eher nach einem optimistischen Selbstversuch. Mal sehen, ob wir ihn unterwegs noch einmal einholen.
Besonders die frühe Dunkelheit verlangt etwas Umstellung. In Island war es bis Mitternacht hell genug, um Zeltaufbau und Kochen ganz entspannt anzugehen. Jetzt heißt es: rechtzeitig alles erledigen, bevor die Dunkelheit uns früh in die Schlafsäcke schickt.
Am Samstag hatten wir wieder einen wunderbaren Ruhetag bei Freunden in der Grundmühle bei Radeberg. Auch der passte zur Herbststimmung: Friederike hat Apfelkuchen gebacken und ich konnte helfen, Heu für den Winter einzulagern. Daneben wurden wir wunderbar bekocht, mit Kaffeespezialitäten versorgt und genossen ein großes Gästebett.


Nach rund 800 Kilometern haben wir Deutschland hinter uns gelassen. Mit dem Elbsandsteingebirge ist die erste Hügelkette bezwungen und wir sind nun auf dem Weg nach Wien. Dort planen wir unsere nächsten Ruhetage – mit etwas Glück bei Sonnenschein, mit Sicherheit aber mit vielen Leckereien, um die Speicher wieder aufzufüllen.






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